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QR-Code auf Werbeartikeln: So bleibt er auch nach dem Druck zuverlässig scanbar

von: Tobias Wiegers | 13.10.2026, 08:21:33

QR-Code auf Werbeartikeln: So bleibt er auch nach dem Druck zuverlässig scanbar

Werbeartikel mit QR-Code richtig bedrucken

Werbeartikel mit QR-Code verbinden einen klassischen Werbeträger direkt mit digitalen Inhalten. Ein kurzer Scan kann zur Unternehmenswebsite, einer Landingpage, einem Produktvideo, einer Anleitung oder zu einer speziellen Aktion führen. Gerade bei kleinen Druckflächen sollte ein QR-Code jedoch nicht einfach zusätzlich neben Logo, Slogan und Kontaktdaten gesetzt werden.

Damit Werbeartikel mit QR-Code später zuverlässig funktionieren, müssen Größe, Kontrast, Druckfläche, Material und Druckverfahren zusammenpassen. Ein Code, der auf dem Bildschirm problemlos lesbar ist, kann nach dem Druck auf einem gewölbten, spiegelnden oder strukturierten Werbeartikel deutlich schwieriger zu scannen sein.

Werbeartikel mit QR-Code: Größe und Druckfläche richtig wählen

Eine feste Mindestgröße, die bei jedem Werbeartikel funktioniert, gibt es nicht. Entscheidend sind die Größe des QR-Codes, die Menge der darin gespeicherten Daten und die Oberfläche, auf die er gedruckt wird.

Ein QR-Code besteht aus vielen kleinen quadratischen Elementen. Werden diese beim Druck zu klein, unscharf oder durch eine unruhige Materialstruktur verändert, kann das Smartphone die einzelnen Bereiche nicht mehr zuverlässig unterscheiden.

Für Werbeartikel ist es deshalb meist sinnvoll, im QR-Code lediglich eine möglichst kurze Internetadresse zu speichern. Je weniger Informationen codiert werden müssen, desto einfacher bleibt das Muster.

Wichtig ist außerdem die freie Fläche rund um den Code. Diese sogenannte Ruhezone darf nicht mit Logo, Text, Rahmen oder anderen Gestaltungselementen gefüllt werden. Der QR-Code sollte optisch klar vom restlichen Motiv getrennt sein.

Auch die Form des Werbeartikels spielt eine wichtige Rolle. Auf einem flachen Notizbuch, einer Tasche oder einer Verpackung lässt sich ein QR-Code meist einfacher platzieren als auf einem schmalen oder stark gewölbten Artikel.

Bei einem Kugelschreiber mit Logo ist beispielsweise nur wenig Platz vorhanden. Auf einem Trinkbecher oder einer Flasche kann sich ein QR-Code durch die Rundung optisch verziehen. In solchen Fällen sollte geprüft werden, ob eine andere Position oder sogar ein anderer Artikel die bessere Lösung ist.

Wer bei der Gestaltung unsicher ist, findet weitere Informationen in unserem Beitrag Welche Druckdaten für Werbeartikel sind ideal?.

Kontrast und Druckverfahren entscheiden über die Scanbarkeit

Werbeartikel mit QR-Code müssen nicht zwingend schwarz auf weiß gestaltet werden. Auch andere Farben können funktionieren. Voraussetzung ist jedoch ein deutlicher Kontrast zwischen Code und Untergrund.

Ein dunkelblauer QR-Code auf einer weißen Fläche kann problemlos lesbar sein. Ein hellgrauer Code auf einer silbernen oder glänzenden Oberfläche kann dagegen Schwierigkeiten verursachen.

Das gleiche gilt für stark ähnliche Farbtöne. Ein grüner QR-Code auf einem ebenfalls grünen Werbeartikel mag optisch interessant aussehen, technisch ist diese Lösung jedoch häufig problematischer.

Wie stark Material, Produktfarbe und Druckverfahren die spätere Darstellung beeinflussen können, erklären wir auch im Beitrag Firmenfarben auf Werbeartikeln: So bleibt Ihr Corporate Design stimmig.

Auch das Druckverfahren ist entscheidend. Digitaldruck kann auf geeigneten Oberflächen sehr feine Strukturen darstellen. Bei anderen Materialien können Tampondruck, Siebdruck oder Transferdruck besser geeignet sein.

Eine Übersicht der verschiedenen Möglichkeiten finden Sie unter Drucktechniken für Werbeartikel.

Bei stark reflektierenden, strukturierten oder gewölbten Oberflächen ist besondere Vorsicht nötig. Ein technisch korrekt erzeugter QR-Code kann hier trotzdem schlechter lesbar sein.

Auch dekorative Veränderungen sollten sparsam eingesetzt werden. Logos innerhalb eines QR-Codes oder grafische Anpassungen sind möglich, reduzieren aber die ursprünglich verfügbare Fläche des Codes. Je stärker der QR-Code verändert wird, desto wichtiger ist eine praktische Kontrolle.

QR-Code vor der Produktion immer testen

Vor der Produktion sollte ein QR-Code nicht nur auf dem Bildschirm betrachtet, sondern tatsächlich gescannt werden. Idealerweise erfolgt der Test mit mehreren Smartphones und aus unterschiedlichen Entfernungen.

Dabei sollten folgende Punkte geprüft werden:

  • Führt der QR-Code zur richtigen Zielseite?
  • Funktioniert die Zielseite auf dem Smartphone?
  • Ist der QR-Code ausreichend groß?
  • Ist der Kontrast deutlich genug?
  • Bleibt rund um den QR-Code genügend freie Fläche?
  • Liegt der Code auf einer möglichst ruhigen Druckfläche?
  • Ist die hinterlegte Internetadresse langfristig erreichbar?

Gerade der letzte Punkt wird häufig unterschätzt. Ein Werbeartikel kann mehrere Jahre verwendet werden. Führt der QR-Code auf eine kurzfristige Aktionsseite, die später abgeschaltet wird, verliert der Code seinen Nutzen.

Bei langfristig eingesetzten Werbeartikeln kann deshalb eine dauerhafte Landingpage sinnvoll sein. Die Inhalte dieser Seite können später verändert werden, während der aufgedruckte QR-Code unverändert bleibt.

Auch die Zielseite selbst sollte einen Nutzen bieten. Ein QR-Code, der nur auf eine allgemeine Startseite führt, funktioniert technisch zwar problemlos, schöpft seine Möglichkeiten aber nicht immer aus.

Je nach Einsatz kann der Code beispielsweise zu folgenden Inhalten führen:

  • einer speziellen Produktseite
  • einer Bedienungsanleitung
  • einem Ansprechpartner
  • einer Aktionsseite
  • einem Video
  • einem Formular
  • zusätzlichen Informationen zum Produkt

Vor der endgültigen Produktion sollte der QR-Code auch im Korrekturabzug noch einmal geprüft werden. Hinweise dazu finden Sie in unserem Beitrag Druckfreigabe für Werbeartikel: So prüfen Sie Ihren Korrekturabzug richtig.

Werbeartikel mit QR-Code können klassische Werbung und digitale Inhalte sinnvoll miteinander verbinden. Voraussetzung ist jedoch, dass der Code nicht nur optisch gut aussieht, sondern auch technisch zuverlässig funktioniert. Größe, Kontrast, Druckfläche, Material und Zielseite sollten deshalb bereits bei der Gestaltung gemeinsam berücksichtigt werden.


Frank Meining

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