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Werbeartikel in kleinen Stückzahlen bedrucken lassen

von: Tobias Wiegers | 20.08.2026, 08:24:00

Werbeartikel in kleinen Stückzahlen bedrucken lassen

Für ein neues Team werden 25 Trinkflaschen benötigt, zu einem Kundentermin sollen 40 hochwertige Präsente bereitliegen oder für eine interne Veranstaltung reichen 50 bedruckte Artikel vollkommen aus. In solchen Fällen ist eine große Auflage weder notwendig noch wirtschaftlich.

Werbeartikel in kleinen Stückzahlen bedrucken zu lassen, kann deshalb eine passende Lösung sein – vorausgesetzt, Produkt, Veredelung und gewünschte Menge passen zusammen. Denn nicht jeder Werbeartikel lässt sich ohne Weiteres in kleinen Mengen produzieren.

Wann sich kleine Stückzahlen bei Werbeartikeln lohnen

Kleine Auflagen eignen sich besonders für klar abgegrenzte Einsätze: Kundentermine, Schulungen, Firmenjubiläen, lokale Veranstaltungen oder das Onboarding neuer Mitarbeitender. Statt größere Restmengen einzulagern, kann näher am tatsächlichen Bedarf bestellt werden.

Das reduziert Lagerbestände und vermeidet, dass Werbeartikel mit einem später nicht mehr aktuellen Logo, Ansprechpartner oder Design übrig bleiben.

Auch bei hochwertigen Kundengeschenken ist eine kleine Stückzahl häufig sinnvoll. Ein gravierter Metallkugelschreiber, eine Trinkflasche oder ein Notizbuch kann bei einem kleinen Empfängerkreis gezielter eingesetzt werden als ein klassischer Streuartikel.

Für Marketingabteilungen und Agenturen bieten kleine Mengen außerdem die Möglichkeit, neue Ideen zunächst zu testen. Ein neues Motiv, eine saisonale Aktion oder ein neuer Artikel kann zuerst in überschaubarer Auflage eingesetzt werden. Bewährt sich das Konzept, lässt sich später eine größere Menge bestellen.

Entscheidend ist deshalb nicht allein der Stückpreis. Der Werbeartikel sollte zum Anlass, zur Zielgruppe und zur geplanten Nutzung passen.

Was Preis und Mindestmenge beeinflusst

Bei kleinen Mengen fällt der Stückpreis meist höher aus als bei einer Großauflage. Der Grund sind feste Kosten, die teilweise unabhängig von der Bestellmenge entstehen. Dazu können beispielsweise die Einrichtung der Druckmaschine, die Aufbereitung der Druckdaten oder die Vorbereitung der Veredelung gehören. Wer 25 statt 500 Artikel bestellt, verteilt diese Kosten auf deutlich weniger Stücke.

Das bedeutet jedoch nicht, dass kleine Mengen automatisch teuer sein müssen. Wichtig ist die passende Kombination aus Artikel und Veredelung. Für kleine Auflagen eignen sich häufig Produkte, die ohne aufwendige Sonderwerkzeuge individualisiert werden können.

Je nach Produkt können Digitaldruck, Digitaltransfer oder Lasergravur eine gute Lösung sein. Ein einfarbiger Tampondruck kann bei bestimmten Artikeln ebenfalls wirtschaftlich sein. Bei Metall, Holz oder Bambus sorgt die Lasergravur für eine langlebige und hochwertige Optik. Welche Technik sinnvoll ist, hängt immer von Material, Logo, Druckfläche, Stückzahl und gewünschter Farbwirkung ab.

Gerade bei kleinen Mengen darf der einzelne Artikel auch etwas hochwertiger sein. Für einen begrenzten Empfängerkreis kann ein gut ausgewählter Kugelschreiber mit Logo oder eines unserer bedruckten Notizbücher sinnvoller sein als eine deutlich größere Menge einfacher Give-aways.

Auch Trinkgefäße und Trinkflaschen mit Logo oder Artikel aus dem Bereich Taschen und Reise eignen sich, wenn der Werbeartikel länger genutzt werden soll.

Bei größeren Verteileraktionen können dagegen klassische Streuartikel mit Logo sinnvoll sein. Gerade bei besonders günstigen Artikeln gelten jedoch teilweise höhere Mindestbestellmengen.

Hilfreich ist deshalb, zuerst Einsatzzweck, Stückzahl und Budget festzulegen. Daraus lässt sich leichter ableiten, welches Produkt und welches Druckverfahren für eine kleine Auflage geeignet sind.

Kleine Mengen und kurze Lieferzeiten richtig planen

Bei kurzfristigen Bestellungen entscheidet nicht nur die eigentliche Produktionszeit. Ein Liefertermin ist nur dann realistisch, wenn der gewünschte Artikel verfügbar ist, die Druckdaten verwendet werden können, das Motiv rechtzeitig freigegeben wird und genügend Zeit für den Versand bleibt.

Wie die einzelnen Schritte bei besonders eiligen Aufträgen zusammenspielen, erklären wir ausführlicher in unserem Beitrag Wie Express-Produktion für Werbeartikel funktioniert.

Für eine schnelle Prüfung helfen bereits bei der Anfrage einige grundlegende Angaben:

  • benötigte Stückzahl
  • gewünschter Artikel oder Verwendungszweck
  • Budgetrahmen
  • gewünschtes Lieferdatum
  • Lieferort
  • vorhandenes Logo oder Druckmotiv

Idealerweise liegt das Logo als geeignete Druckdatei vor, beispielsweise als PDF, EPS oder AI. Bei Bilddateien sollte die Auflösung für die spätere Druckgröße ausreichen. Weitere Hinweise zu Druckdaten, Korrekturabzug und Bestellung finden sich auch in unseren häufig gestellten Fragen.

Wenn keine geeignete Datei vorhanden ist, kann eine Logoaufbereitung erforderlich sein. Das sollte bei knappen Terminen möglichst früh berücksichtigt werden. Auch Sonderfarben, Rundumdrucke, individuelle Verpackungen oder mehrere unterschiedliche Motive können den Produktionsablauf verlängern.

Nicht jeder Werbeartikel ist in jeder Stückzahl und mit jeder Veredelung erhältlich. Gerade bei Textilien, Sonderanfertigungen oder speziellen Verpackungen gelten häufig Mindestmengen. In solchen Fällen kann ein vergleichbares Produkt mit einer niedrigeren Mindestmenge oder einem anderen Druckverfahren die bessere Alternative sein.

Kleine Stückzahlen sind deshalb vor allem dann sinnvoll, wenn Bedarf, Produkt und Veredelung gemeinsam betrachtet werden. So lässt sich vermeiden, dass unnötig große Mengen bestellt werden oder eine gewünschte Umsetzung an technischen Mindestmengen scheitert.


Frank Meining

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